Erinnerungstafeln für die ehemaligen Orte Lössen und SchladitzOrte

Die Heimat wurde den Lössenern und Schladitzern genommen

1987/1988 zogen die letzten Einwohner aus Lössen fort. Sie mussten ihre Heimat verlassen, damit der Tagebau Breitenfeld weiter planmäßig Kohle fördern konnte. Laut Karte liegen die meisten Grundstücke im heutigen Schladitzer See (Lössen während des Tagebaubetriebes).

Die Einwohner der Ortes Schladitz mussten nach 1993 trotzdem ihre Grundstücke verlassen – es war schon alles vom damaligen Kohlekombinat - LMBV - aufgekauft, obwohl der Ort nicht mehr überbaggert werden sollte. Der Tagebau wurde 1991 stillgelegt.

Um an diese ehemaligen Orte zu erinnern, ermöglicht die Teilnehmergemeinschaft Schladitz im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Schladitz das Aufstellen von 2 Tafeln in unmittelbarer Nähe der betroffenen Orte.

Das Planungsbüro von Frau Dr. Schiemann hatte die Aufgabe, gemeinsam mit der Interessengemeinschaft von Lössen und Schladitz die Tafel zu gestalten. Eine Kurzchronik der Orte wurde erarbeitet und entsprechende Fotos für diese Tafeln mussten gesichtet und ausgewählt werden.

Am 27. April 2018 wird die Tafel für Schladitz in unmittelbarer Nähe des neuerrichteten Kreisverkehrs um 15:00 Uhr aufgestellt. Die Erinnerungstafel für Lössen wird am gleichen Tag – 1 Stunde später – um 16:00 Uhr am sogenannten Lehdenweg am Radweg des Schladitzer Sees, auf ehemaliger Lössener Flur, aufgestellt.

Frau Schladitz wird mit einigen Worten an die Orte, sowie an die Buschkirche erinnern.

Danach kann man sich zu einem gemeinsamen Schwatz im Vereinsheim der Kleingartenanlage Lemsel treffen.

Die Interessengemeinschaft freut sich auf ein Wiedersehen mit den ehemaligen Einwohnern von Lössen und Schladitz und allen Interessenten an der Heimtageschichte.

Der See wurde 1998 geflutet und hat heute eine Fläche von 200 ha. Bade- und Freizeitsport findet man an der ehemaligen Ortslage Kömmlitz. Das Südufer wird in den Sommermonaten durch den Biedemeierstrandverein für kulturelle Highlights genutzt. Auf der Wolteritzer Seite kann das Wolteritzer Strandcafé besucht werden. Ein umfangreiches Wegenetz um den See und auf der Hochkippe kann von Radfahrern, Joggern, Wanderern und Allen die die Natur lieben genutzt werden.

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